Zahnärztliche Chirurgie

Die zahnärztliche Chirurgie umfasst alle kleineren und mittelgroßen Eingriffe, die von der Mundhöhle aus erfolgen können.

Zu den häufig durchgeführten Eingriffen zählen:

  • die operative Weisheitszahnentfernung
  • die Wurzelspitzenresektion
  • die chirurgische Zahnentfernung
  • die Zystenentfernung
  • parodontalchirurgische Eingriffe

Die operative Weisheitszahnentfernung:

Da der menschliche Kiefer im Laufe der Jahrtausende durch verminderte Kaubelastung kleiner geworden ist, die Weisheitszahnanlage aber ihre Größe behalten hat, verursacht der Weisheitszahn oft klinische Probleme.

Gründe für die Weisheitszahnentfernung sind:

  • Platzmangel im Kieferwinkelbereich mit entzündlichen Durchbruchsbeschwerden
  • Ausbildung eines Engstandes der Frontzähne durch den Wachstumsdruck der Weisheitszähne
  • Zystenbildungen um Weisheitszähne und in der Kieferhöhle
  • Bildung von Tumoren in den Durchbruchszysten der Weisheitszähne
  • Ausgedehnte Entzündungen der Gesichtsweichteile oder der Kieferhöhle
  • Zerstörung der Weisheitszähne oder Schädigung der Nachbarzähne
  • Vor einer Prothetischen Versorgung sollten die Weisheitszähne entfernt werden, damit diese nicht gefährdet wird.
Die operative Weisheitszahnentfernung kann in örtlicher Betäubung, Vollnarkose oder Teilnarkose vorgenommen werden. Bei medizinischer Notwendigkeit ist auch eine stationäre Behandlung möglich.

Die Wurzelspitzenresektion:

Chronische Entzündungen an den Wurzelspitzen werden oft als radiologischer Zufallsbefund entdeckt oder treten durch Schmerzen, Schwellungen und Fisteln klinisch in Erscheinung.
Entzündungen an der Wurzelspitze können auch bei wurzelbehandelten Zähnen vorliegen.
Verursacht werden diese Entzündungen durch Bakterien in den feinen Seitenkanälchen der Wurzelspitzen.

Operationsziel:

Ziel der Wurzelspitzenresektion ist die Beseitigung des Entzündungsgeschehens und des Bakteriennachschubs aus der Wurzelspitze und damit die Zahnerhaltung.
Hierzu wird die Wurzelspitze nach vorsichtiger Freilegung mit einem Bohrer abgetragen.
Falls der Zahn noch keine Wurzelfüllung hat, wird diese während des Eingriffs eingebracht.
Bei größeren Knochendefekten an der Wurzelspitze kann das Einbringen eines Knochenersatzmaterials die knöcherne Ausheilung des Defektes verbessern.

Die chirurgische Zahnentfernung:

In Situationen, wo eine einfache Zahnextraktion nicht mehr möglich ist, z.B. bei tief zerstörten Zähnen oder Wurzelresten, wird ein chirurgische Zahnentfernung durchgeführt.
Dabei wird der Zahn so geteilt, dass die Wurzeln einzeln unter Schonung des umliegenden Knochens entfernt werden können. Dieses Vorgehen ist nicht schmerzhafter als eine einfache Zahnextraktion, braucht aber manchmal etwas mehr Zeit.